Historie des FSC-Bruchsal
  Vereinsgründung - Entwicklung des Vereins - Flugzeuge - Entwicklung der Fallschirmtechnik und Sprungdisziplinen - Soziales Engagement
 
Vereinsgründung
  Die Gründung des FSC-Bruchsal erfolgte 1965 durch aktive Soldaten und Fallschirmjäger der ersten Luftlandedivision. Der Stab dieser Division war bis bis 1994 in Bruchsal stationiert. Von Beginn an und auch noch heute setzen sich die Mitglieder des Vereins zusammen aus aktiven und ehemaligen Militärspringern sowie zivilen Fallschirmspringern.
[Bild Gründungsmitglieder]
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Entwicklung des Vereins
  In der ersten Zeit nach der Gründung hatte der FSC noch kein eigenes Vereinsheim, sondern einen Kellerraum in den Gebäuden der Kaserne angemietet. Hier wurde gepackt und Unterrichtet, die Ausbildung im Hängergurtzeug erfolgte im Flur des Gebäudes. Auf Dauer war diese Lösung jedoch umständlich, so dass man sich zum Bau eines eigenen Vereinsheims entschied. Dieser Holzbau wurde jedoch zu Beginn der 1980er Jahre durch einen Brand komplett zerstört.
FSC altes Clubheim
  Das alte Clubheim war glücklicherweise gut versichert. Bei der Baden-Württembergischen Versicherung war eine 1:7 - Versicherung abgeschlossen worden, damals noch in Goldmark! Dieser Betrag, erweitert um Spenden und eigene Aufwen- dungen des Vereins, reichte dann sogar zum Bau eines neuen, massiveren Clubheims aus
verbrannte Plakette
  Im Jahr 2005 hatte der FSC-Bruchsal ca. 150 aktive Erst-und Zweitmitglieder, in Tradition der Vereinsentstehung sind einige davon nach wie vor aktive Soldaten im Rang bis zum Oberstleutnant i.G. Hinzu kommen einige Mitglieder der allierten Streitkräften. In dem selben Jahr wurden an Samstagen und Sonn- und Feiertagen auf dem Eichelberg etwa 600 Lifts geflogen.
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Flugzeuge
  Das erste Absetzflugzeug des FSC-Bruchsal war eine Piper des Typs PA-18. Diese Maschine war gechartert gemeinsam mit den Segelfliegern in Bruchsal, so daß die Maschine zwischen Schleppflug und Absetzflügen pendelte. Die Piper hatte einen stoffbespannten Rumpf und konnte nur einen einzelnen Springer befördern - und auch das nur wenig komfortabel hinter den Piloten gequetscht. Automatensprünge wurden aus 600 m absolviert, manuelle Sprünge aus 1.400-1.800 m Höhe.

 

[Bild Pa18]
  Etwas später wurde eine Cessna 172 gechartert. Bei dieser wurde die Türe ausgebaut, und es fanden drei Springer Platz. Diese Maschine hatte kein Trittbrett, von dem aus man abspringen konnte. Der Pilot konnte dieses ersetzen, in dem er beim Absetzvorgang die Feststellbremse anzog - die Springer konnten sich dann auf das Rad am Fahrwerk der Maschine stellen und abspringen.

 

[Bild Cessna 172]
  Die nächsten zwei Absetzflugzeug des FSC-Bruchsal waren Maschinen des Typs Do 27. Diese konnten bereits vier Fallschirmspringer transportieren und erreichten eine Höhe von bis zu 3.000 m über Grund. Zu dieser Zeit wurden Starts im 15-Minuten-Takt geflogen. Auf diese Weise waren bei schönem Wetter permanent Flugzeuge und Fallschirme am Himmel über Bruchsal zu sehen.

 

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  In den späten 70er Jahren wurde an den Wochenenden zeitweise mit drei Do 27 gleichzeitig geflogen, so dass pro Tag 60 Starts erfolgten. Eine Attraktion aus dieser Zeit war das Pfingstpokalspringen: ein vom FSC-Bruchsal ausgerichteter, international ausgetragener Wettbewerb im Zielspringen. Zu diesen Veranstaltungen kamen regelmäßig tausende von Besuchern aus der näheren und weiteren Umgebung auf den Eichelberg, um das Spektakel zu beobachten.

 

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  Die Cessna 182 war das erste eigene Flugzeug des FSC-Bruchsal. Sie konnte 4 Springer auf bis zu 3.500 m befördern. Ab diesem Zeitpunkt wurden vom FSC-Bruchsal auch die ersten Tandemsprünge mit dem clubeigenen Gurtzeug durchgeführt. Cessnas vom Typ 172 und 182 wie auch die Cz 206 und 207 waren zu dieser Zeit die sm weitesten verbreiteten Absetzflugzeuge auf Sprungplätzen in Deutschland und Europa.

 

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  Doch aus diese Leistung reichte im weiteren Verlauf nicht mehr aus, so dass sich der FSC-Bruchsal 1996 entschloss, eine turbinengetriebene Cessna 206 Soloy zu kaufen. Diese konnte nun bereits 3.500 m erreichen und dabei 6 Springer aufnehmen. Durch einen tragischen Absturz am Karfreitag 1998 verlor der Verein dieses Flugzeug. Glücklicherweise kamen damals keine Personen zu schaden.

 

[Bild Cessna 206]
  Unter großem Aufwand kaufte und überführte der Verein, gemeinsam mit zwei Vereinsmitgliedern, eine Pilatus Porter PC-6. Diese Maschine erfüllt mit Steigzeiten von 15 Minuten auf 3500 m und einer Kapazität von 9 Springern alle Ansprüche an den modernen Fall- schirmsport. Darüber hinaus ist dieser Flugzeugtyp bestens geeignet zum sicheren Betrieb auf der unbefestigten und kurzen Start-und Landebahn auf dem Eichelberg, die zudem windunabhängig nur in einer Flug- richtung benutzt werden kann.

 

[Porter D-FSCB]
  In der Folgezeit wurde die Pilatus Porter PC-6 noch einmal umgebaut. Die Zelle wurde versteift und Platz für einen 10. Fallschrimspringer geschaffen, um die Leistungsfähigkeit der Maschine optimal ausnutzen zu können. Lediglich ein neuer Anstrich hat das Äußere in den letzten Jahren noch einmal verändert. In dieser Konstellation wurde die Porter bis 2009 unverändert bei uns eingesetzt.

 

[Porter D-FSCB nach dem Umbau]
  Seit 2010 setzen wir wieder eine kleinere Pilatus Porter PC-6 ein, die wir in Kooperation mit dem FSC Mannheim / Herrenteich betreiben. Sie bietet Platz für 9 Springer und trotz dem kleineren und leiseren Triebwerk bringt sie uns in stolzen 16 Minuten auf 4000 m.

 

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Entwicklung der Fallschirmtechnik und Sprungdisziplinen
  Beim Militär sprang und springt man aus geringen Höhen, im Allgemeinen zwischen 300 - 400 m. Dies begründet sich in dem ursprünglichen Zweck: An schlecht bzw. gar nicht zu steuernden Rundkappen-Fallschirmen sollten Soldaten und Material abgesetzt werden, und dabei möglichst wenig Angriffsfläche bieten. Das sportliche Fallschirmspringen im FSC-Bruchsal war zunächst eine Fortsetzung des militärischen Springens und wurde zu Beginn auch aus diesen Höhen durchgeführt.

 

[Bild Rundkappenspringer]
  Die Königsdisziplin des Fallschirmsports war damals das Zielspringen. Hierbei versuchen die Fallschirmspringer, möglichst nahe an einem bestimmten Punkt, der Zielscheibe, zu landen. Diese wird auf dem Boden ausgelegt und hat einen Durchmesser von 3 cm. Gute Zielspringer schaffen es, mit der Ferse auf den Punkt zu treffen! Für diese Sprungdisziplin ist eine Absetzhöhe von 600 - 1000 m optimal, so dass auch in Bruchsal aus diesen Höhen gesprungen wurde.

 

verbrannte Plakette
  In den 80er Jahren gab es einen fulminanten Sprung in der Fallschirmtechnik. Die Rundkappen wurden durch Flächen- fallschirme abgelöst, die sich präzise lenken und landen lassen. In der Folge nahm das Interesse am Zielspringen ab, da es bei Wettbewerben nur noch minimale Abweichungen vom Nullpunkt der Zielscheibe gab. Die Ausrichtung des berühmt-berüchtigten Pfingstpokalspringens wurde daraufhin zu Beginn der 90er Jahre beendet.

 

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  Gleichzeitig mit der Einführung der Flächenfallschirmen ent- deckten die Springer den Freifall als neuen Aspekt ihres Sports. Höhe war nun gefragt! Die sportlichen Aktivität des FSC-Bruchsal hatten ihren Schwerpunkt fortan im Relativ- oder For- mationsspringen. Hierbei bilden die Springer in der Luft auf dem Bauch liegend bestimmte Bilder miteinander. Ein Mitglied des amtierenden deutschen Meisters im Vierer-Formations- springen ist aus dem FSC hervorgegangen. Von dem Zweit- platzierten der letzten deutschen Meisterschaft hat der FSC sogar zwei Teammitglieder hervorgebracht. Ein aktives Mitglied im FSC ist Mitglied der Schweizer 4er-Nationalmannschaft, die 2005 auch die schweizer Meisterschaften gewann.

 

[Bild 4-er RW]
  In den vergangenen zwei Jahren kam als weitere Disziplin im FSC-Bruchsal das Free-Fly hinzu. Bei dieser Disziplin kommen neben der klassischen Freifallhaltung auf dem Bauch weitere Positionen in allen Raumrichtungen hinzu, beispielsweise im Sitzen oder mit Füßen oder Kopf voran, aus denen dann wiederum mit anderen Springern Bilder entstehen. In Lehrgängen zur Einführung und Förderung dieser neuen Fallschirmsprung-Disziplin fanden vom Verein durchgeführte Lehrgänge mit international anerkannten Instruktoren statt.
[Bild Freefly]
 
 
Soziales Engagement
  Auf kommunaler Ebene hat der Verein in den vergangenen Jahren mehrfach die Besuchergruppen des "Landesverbands Baden-Württemberg der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V." zu Gast gehabt. Für die unterschiedlich behinderten Menschen war dies ein Höhepunkt in ihrem ansonsten von wenig Abwechslung geprägten Leben. Nach Absprache mit den Betreuern durften Einzelne mitfliegen, die übrigen Teilnehmer erfreuten sich am Bild der herabschwe- benden Schirme und des startenden und landenden Flugzeugs oder genossen die Bewirtung.
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